Ein paar Eindrücke vom Vortragsabend zur Flüchtlingsintegration

Am 31. August 2016 hatte ich die Freude, vor einem interessierten und engagierten Publikum im Zentrum Karl der Grosse in Zürich einen Blick auf die Flüchtlingsthematik zu werfen. Dafür habe ich einige Grundlagen aus der Traumaheilung und der Polarity Therapy vorgestellt und das Thema Flüchtlinge dazu in Bezug gestellt.

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Anhand von auch in Somatic Experiencing vewendeten Modellen erklärte ich, wie menschliche Nervensysteme auf Bedrohung reagieren und warum das so ist.

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Zur Veranschaulichung dieser Dinge haben uns unsere Freunde aus „Ice Age“ geholfen, die uns die zum Modell gehörigen Elemente sozialer Kontakt, Kampf/Flucht und Erstarrung ganz wunderbar demonstrieren.

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Selbstgemachte Bilder von Wanderungen halfen uns, in der komplexen und verwirrenden Thematik den Überblick zu behalten.

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Als ich gerade begann, über die Weise zu sprechen, wie wir strukturiert sind, in unterschiedlichen Lebenssituationen auf einer autonomen Ebene uns anzupassen…

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…kam ich thematisch zur Lebensbedrohung und damit zum Kollaps, was der Video Beamer auf der Stelle mit einem ebensolchen reflektierte:

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Ein Neustart des Gerätes brachte dann grosse Spannung, als dieses von 15 herunterzählte…

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…was allerdings erfolglos blieb und mir damit die Möglichkeit gab, 1.) die Wichtigkeit redundanter technischer Vorkehrungen zu demonstrieren und 2.) Selbstregulation zu üben und damit zu modellieren und auch zu erklären, dass es eben keine starren Rezepte gibt.

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Wir können uns aber in die Rezeptlosigkeit hinein entspannen, wenn wir schauen, wie uns das andere Lebewesen vorzeigen.

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Die Hunde als Lehrmeister und Beispiele für Integration von Fremdheit und Umgang mit Andersartigen fanden grossen Anklang.

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Es kam eine sehr anschauliche Liste an Wahrnehmungen zustande, von der man kaum glauben mag, dass dies alles Beobachtungen sind, die Menschen bei Hunden gemacht haben.

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Es lohnt sich, die Begriffe auf den Flipcharts noch einmal zu lesen unter dem Gesichtspunkt der Integration von Flüchtlingen und was dabei zu beachten sein könnte.

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Wie wir auf diesem Bild sehen können, beschränkt sich ein achtsamer und einfühlsamer Kontakt keineswegs nur auf Hunde als nichtmenschliche Wesen.

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Schliesslich warfen wir zusammen einen Blick auf Veränderung und wie wir mit dem an diesem Abend Gelernten besser mit ihr umgehen können.

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Ein kleines Experiment zum Abschluss lud uns ein, den Unterschied zwischen Fachwissen und direkt erfahrenem Staunen selbst zu erleben.

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Hilary Witt machte den sehr gelungenen Abend rund, indem sie auf eine nächste Veranstaltung hinwies, die am 24. September 2016 in Luzern stattfinden wird. Weiter unten noch einige Details dazu.

Ich selbst möchte an dieser Stelle allen Teilnehmenden vom Vortragsabend für ihr Erscheinen und ihr berührendes Engagement herzlich danken. Für 2017 sind neue Seminare geplant im Waldhaus Lützelflüh in der Schweiz – weitere Informationen dazu folgen auf meiner Website.

Herzlich, Andre Jacomet
Weitere Informationen zur Veranstaltung am 24.9.2016 in Luzern:

Als Mitglieder der SE-Gemeinschaft befinden wir uns in der glücklichen Lage, zur Heilung, zum Wohlergehen und zur Integration von Flüchtlingen in Europa beizutragen.

Das Ziel dieses Workshops ist es, uns dabei zu unterstützen, effektive und kulturell angepasste Arbeit mit Flüchtlingen, den Organisationen, die diese unterstützen und mit der grösseren Gemeinschaft als Ganzes zu leisten.

Jon Nattel ist Anthropologe, Psychotherapeut und internationaler Trainer im Bereich kulturübergreifender psychosozialer Unterstützung. Er hat Projekte zur Traumalösung in Gemeinden in Ruanda, Uganda, Nepal und der Demokratischen Republik Kongo geleitet. Des weiteren hat er das Collaborative Resiliency Training entwickelt – ein gemeinschaftsorientierter Ansatz zur Anwendung von SE-Prinzipien in kulturübergreifenden Zusammenhängen. Zuletzt war er in Österreich tätig. Dort hat er in Zusammenarbeit mit dem roten Kreuz und anderen psychosozialen Einrichtungen deren Mitarbeiter in SE-basierten Fähigkeiten in der Arbeit mit Flüchtlingen geschult.

Jon wird einige seiner Erfahrungen aus Ruanda und anderen afrikanischen Ländern mit uns teilen, wo er SE-basierte Gemeindearbeit geleistet hat, und wie er mit dem Roten Kreuz und anderen psychosozialen Organisationen in Europa zusammengearbeitet hat, um SE-basierte Fähigkeiten und Wissen an Flüchtlinge zu vermitteln. Wir werden die Gelegenheit haben, zusammen unter anderem folgende Punkte anzuschauen:
– Unsere SE-Kenntnisse für die spezifischen Bedürfnisse von Flüchtlingen anzuwenden
SE Practitioners zu helfen, direkte, bodenständige Erfahrungen zu machen
– Seminare und Workshops für SE Practitioners aufzubauen, um die zentralen Fähigkeiten und das Wissen für die Arbeit mit Flüchtlingen zu vermitteln
– Möglichkeiten aufzuzeigen für die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, die mit Flüchtlingen arbeiten

Wir freuen uns darauf, Dich in Luzern zu treffen: AkuLu Praxis für TCM, Alpenstrasse 1, 3. Stock, 9:30 – 13:00 und 14.30 – 18:00, am Samstag, dem 24. September 2016!

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